Das hier ist der erste Post einer Reihe über meine Argentinienreise. Ich versuche mal das hier regelmäßig zu befüllen.

First things first: Bahnreisen sollten unbedingt in der 1. Klasse getätigt werden. Schon allein, weil ich mit Sitzplatzreservierung nur 4€ mehr für das Ticket bezahlt habe.

Wie zu erwarten, war der ICE einigermaßen pünktlich, so dass ich mit 15 Minuten Verspätung am Frankfurter Flughafen war. Den geplanten Puffer von 3h habe ich also nicht gebraucht und mir mit Starbucks und Wiener Würstchen vertrieben.

Ich war einigermaßen vom automatischen Check-In und generell automatischem alles Mögliche der Lufthansa angetan. Tickets hatte ich nicht - was mich auch leicht nervös gemacht hat - aber der Automat hat mir nach Scannen meines Passes eine Bordkarte ausgestellt, mit der ich dann auch schon Stunden vor Abflug meinen Koffer los werden konnte. Das Boarding passierte auch durch Auflegen der Bordkarte automatisch. Alles so, wie ich mir das im Jahr 2016 vorgestellt hatte. Alles sehr angenehm.

Ein bisschen verwundert hat mich die Sicherheitskontrolle vor dem Boarding. Wenn man nur eine Kamera hat, muss man die auspacken, mein Rucksack ging dann aber als "Kameraausrüstung" komplett durch. Einzelne Teile mussten jedoch - nach einem System, was ich mal "willkürlich" nennen würde - doch ausgepackt werden. Das Netzteil für mein MacBook zum Beispiel. Wenigstens waren die Menschen nett bis indifferent, weshalb das auch alles halb so schlimm war.

Ich bin seit sehr langer Zeit nicht mehr geflogen. Vielleicht auch deshalb hat dem Ingenieur der Start sehr gefallen. Ich bin in einer Boeing 747-8 geflogen und als die 213 Tonnen Leergewicht plus um die 600 Passagiere, Treibstoff und Gepäck in der Luft waren, musste ich unwillkürlich bis über beide Ohren grinsen. Meine Mitpassagiere schienen mir nicht so begeistert, aber der Gedanke, dass ich in einer Aludose mit sagen wir grob 3/4 Schallgeschwindigkeit durch die Luft fliege, hat mich in dem Moment doch arg geflasht.

Der Flug an sich war leicht ätzend und ich bin immer noch der Meinung, dass wir mal ganz dringend das Beamen erfinden müssen. Wie Menschen, die noch breiter als ich - oder vielleicht auch nur länger - 14h in den von der Lufthansa verbauten Sitzen zubringen sollen, ist mir ein Rätsel. Das Entertainment ist dafür eine Technologieschlacht: Vom der eingebauten Mediathek mit allen aktuellen Filmen, Musikvideos, Fernsehserien und Dokumentationen bis zum "Flynet" (gemeint ist wahrscheinlich Skynet) welches im Flug(!) WiFi und GSM Netze aufspannt bleiben eigentlich keine Wünsche offen.

Das Essen war im Übrigen okay. Es gab Spaghetti mit Hähnchen mitten in der Nacht und zum Frühstück Omelette. Nur mehr Getränke oder wenigstens in größeren Gefäßen habe ich mir gewünscht. Im Grunde kam aber auch immer jemand rum, wenn ich selbst aufgestanden und vor gelaufen wäre.

In Buenos Aires Ezeiza angekommen waren die Schlangen lang, haben sich aber sehr schnell bewegt, weil auf ausführliche Kontrollen wie noch in Frankfurt, anscheinend keiner Lust hatte. So war ich dann gefühlt relativ zügig am Ausgang und hatte sogar noch Zeit an meiner Schwester vorbei nach draußen zu laufen, um meine Jacke zu verstauen (ca 25ºC Außentemperatur) und eine zu rauchen.

Wir haben uns dann aber doch noch gefunden und waren nach kurzer, aber wilder Fahrt über Argentinische Schnellstraßen zu Hause.

Das solls's auch erstmal gewesen sein - der Post heißt schließlich Anreise. Mehr gibt es dann in den nächsten Tagen.